Von der sozialen Marktwirtschaft zur ökohumanen Wirtschaft

Es geht um anständiges und nachhaltiges Wirtschaften in einer begrenzten Welt.

Es geht um das Erzeugen von Gütern und Dienstleistungen ohne sich dabei in unverantwortlicher Weise der Natur und des Menschen zu bedienen. Mensch und Natur dienen nicht der Wirtschaft oder dem Gewinnstreben, sondern das Kapital und die Wirtschaft haben im Rahmen des Gemeinwohls dem Menschen zu dienen ohne dabei die natürlichen Lebensgrundlagen heutigen und zukünftigen Lebens zu beeinträchtigen.

Der natürliche und auch begrüßenswerte Wachstumsdrang des Menschen darf nicht nur dem grenzenlosen Gewinn- und Machtstreben einzelner dienen, sondern hat beim Handeln die ökonomischen, ökologischen und sozialen Grenzen zu berücksichtigen. 

  • Das derzeitige Finanz- und Wirtschaftssystem muß mit global durchschnittlich 1,8% jährlich wachsen, sonst würde es, wie ein zu langsames Fahrrad, zusammenbrechen - wie der Ökonom Prof. Dr. Binswanger nachweisen konnte. 
  • Der derzeitige Konsumismus - die Kultur des maßlosen Verschuldens, Verbrennens und Verschwendens überfordert den Menschen und die Natur - der Welterschöpfungstag ist bereits Mitte August eines Jahres.
  • Die derzeitigen sozialen Werte überschätzen den materiellen Vermögenszuwachs als bestimmenden Faktor für ein glückliches Leben und unterschätzen den Wohlstandsbeitrag geistigen Wachstums. Es geht zukünftig um ein zufriedenes Leben, also der Maximierung des Zufriedenheitswerts statt des Marktwerts.

Die zentrale Aufgabe dabei ist, ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu gestalten, das ohne Wachstumszwang auskommt und die benötigten Güter und Dienste nachhaltig herstellt. Die weiteren Ausführungen geben hierzu Anregungen.

Angesichts der Verfehlungen, Beschränkungen und Missbräuche der privaten, staatlichen und unregulierten Bewirtschaftung von Gütern ist an der Zeit der Gemeingutbewirtschaftung mehr Bedeutung zu geben. 3SAT hat dazu einen sehr guten Film gedreht: Wem gehört die Welt?

Wem gehört die Welt? Wachstum durch Teilen (3SAT Mediathek)

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